Rüsselkäfer
Rüsselkäfer an Nadelholzkulturen
Schäden durch den Großen Braunen Rüsselkäfer treten derzeit anscheinend vermehrt auf. Vor allem auf den durch Sturm oder Käfer verursachten Kahlflächen kann es zur Massenvermehrung kommen. Dadurch sind die Neukulturen von Douglasie und Fichte besonders gefährdet.
Der Rüsselkäfer wird von frischen Nadelholzstöcken angezogen weil er dort seine Eier ablegt und die Larven dann in den Wurzelanläufen der Stöcke unter der Rinde wurzelabwärts fressen.
Schädlich für die jungen Nadelhölzer ist der pockennarbenartig aussehende Fraß an der Rinde, der bei starkem Befall den Saftstrom des Bäumchens unterbricht. Es fressen sowohl die überwinternden Altkäfer ab ca. Anfang Mai (Regenerationsfraß) sowie im zweiten Jahr die schlüpfenden Jungkäfer (Reifefraß) und die Altkäfer, da diese bis zu drei Jahre überleben!

Abhilfe bringt nur die chemische Bekämpfung mit dafür zugelassenen Insektiziden (oder die Vermeidung von Kahlhieben). Dazu werden die Kulturpflanzen am besten mit einer Rückenspritze einzeln behandelt. Es sollte der gesamte Spross bis zum Boden benetzt werden.